Eine Wallbox an die Wand zu schrauben ist der einfache Teil. Interessant wird es bei der Frage, woher der Strom kommt und was passiert, wenn Auto, Wärmepumpe und Herd gleichzeitig laufen. Genau das planen wir mit.
Was kostet eine Kilowattstunde beim Laden?
Am öffentlichen Schnelllader zahlst du ein Vielfaches dessen, was dein eigener Strom kostet. Und selbst zuhause gibt es einen großen Unterschied: Strom aus dem Netz kostet rund 35 ct/kWh, Strom vom eigenen Dach, den du sonst für 7,70 ct eingespeist hättest, kostet dich effektiv nur diese entgangene Vergütung.
Bei 12.000 km im Jahr und etwa 18 kWh pro 100 km sind das rund 2.160 kWh. Der Unterschied zwischen Netzstrom und eigenem Solarstrom liegt damit im dreistelligen Bereich pro Jahr, und zwar jedes Jahr.
Deshalb planen wir Wallbox und Photovoltaik zusammen und nicht getrennt.
PV-Überschussladen: laden, wenn die Sonne scheint.
Beim Überschussladen lädt die Wallbox nur mit dem Strom, der von deiner Anlage gerade übrig ist und sonst ins Netz ginge. Die Ladeleistung wird laufend an die Erzeugung angepasst. Zieht eine Wolke auf, geht sie zurück, kommt die Sonne, steigt sie wieder.
Damit das funktioniert, müssen Wallbox, Wechselrichter und Zähler miteinander sprechen. Wir richten das ein und legen fest, was Vorrang hat: erst der Haushalt, dann der Speicher, dann das Auto, oder in deiner Reihenfolge.
Die Fallstricke liegen dabei im Detail: Phasenumschaltung bei wenig Überschuss, die Mindestladeleistung, unterhalb derer ein Fahrzeug gar nicht erst annimmt, und die Rückmeldung der tatsächlichen Ladeleistung an die Steuerung. Fehlt diese Rückmeldung, regelt das Energiemanagement ins Leere. Wie wir das mit dem Loxone Energiemanager lösen, steht auf der Smart-Home-Seite.
Kommt eine Erzeugungsprognose dazu, plant das System den Ladevorgang vor: Ist für den Nachmittag Sonne gemeldet, wartet die Automatik, statt morgens teuer aus dem Netz zu laden.
- Wallbox-Beratung & Installation
- PV-Überschussladen
- Ladeinfrastruktur Gewerbe
- Abrechnung & Lastmanagement
Wie viel deine Anlage mit Wallbox bringt, kannst du selbst durchrechnen. Der Konfigurator berücksichtigt Fahrleistung und Ladepunkte. Mehr zur Photovoltaik.
Muss ich meine Wallbox anmelden?
Ja. Ladeeinrichtungen ab 4,2 kW sind beim Netzbetreiber anmeldepflichtig. Dabei gilt:
- Bis 11 kW: Anmeldung genügt. Der Netzbetreiber kann die Wallbox nicht ablehnen.
- Über 11 kW: es ist eine Genehmigung nötig. Der Netzbetreiber prüft, ob das Netz die Leistung hergibt. Das kann einige Wochen dauern.
Der Anschluss selbst darf nur von einem Elektrofachbetrieb ausgeführt werden. Wer eine Wallbox nicht anmeldet oder nicht fachgerecht anschließen lässt, riskiert im Schadensfall den Versicherungsschutz. Die Anmeldung übernehmen wir für dich, wie bei der Photovoltaikanlage.
Wallbox, Wärmepumpe und Speicher zählen zusammengerechnet ab 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Dafür gibt es reduzierte Netzentgelte. Wie das nach §14a EnWG funktioniert.
Bidirektionales Laden: das Auto als Speicher fürs Haus.
Dein E-Auto steht im Schnitt 22 Stunden am Tag und hat dabei drei- bis fünfmal so viel Speicherkapazität wie ein typischer Heimspeicher. Seit 2026 ist es offiziell möglich, diese Kapazität auch fürs Haus zu nutzen: Die überarbeitete VDE-AR-N 4105 regelt seit März 2026 die Netzanmeldung rückspeisefähiger Wallboxen, und die EnWG-Novelle vom Januar 2026 hat die doppelten Netzentgelte abgeschafft.
Wir bauen das gerade an unserem eigenen Standort auf und prüfen vor jedem Angebot, ob dein Fahrzeug die Entladung freigibt.
Ladeinfrastruktur für Gewerbe.
Bei mehreren Ladepunkten reicht der Hausanschluss selten für alle gleichzeitig. Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung dynamisch: Wer zuerst wieder losfahren muss, bekommt mehr. So kommst du mit dem vorhandenen Anschluss aus, statt ihn teuer verstärken zu lassen.
Der zweite Effekt ist der wirtschaftlich größere. Der Netzbetreiber rechnet Gewerbekunden über den höchsten gemessenen 15-Minuten-Mittelwert des Jahres ab. Eine einzige Viertelstunde, in der vier Fahrzeuge gleichzeitig anfangen zu laden, kann den Leistungspreis für zwölf Monate festlegen. Ein Lastmanager überwacht dieses Intervall laufend und wirft Lasten priorisiert ab, bevor die Spitze überhaupt entsteht.
Wann DC-Laden sinnvoll ist.
Für Mitarbeiterparkplätze und Fahrzeuge, die über Nacht stehen, ist Wechselstrom die richtige und mit Abstand günstigere Lösung. DC-Ladesäulen lohnen sich dort, wo Fahrzeuge in kurzer Zeit wieder einsatzbereit sein müssen: Kundenverkehr, Werkstattbetrieb, Fuhrpark mit engem Umlauf. Die Technik ist deutlich aufwendiger: eigene Leistungselektronik, mehr Platzbedarf, höherer Anschlusswert. Wir sagen dir ehrlich, wenn zwei zusätzliche AC-Punkte in deinem Fall die bessere Investition sind.
- Ladepunkte für Fuhrpark und Mitarbeitende
- Dynamisches Lastmanagement
- Nutzerbezogene Abrechnung
- Anbindung an die eigene PV-Anlage
Installiert ihr nur die Technik oder auch die Abrechnung?
Beides. Wer welchen Strom geladen hat, lässt sich über RFID-Karten, Chips, Zugangscodes oder App-Login sauber zuordnen und abrechnen, für Mitarbeitende, Firmenfahrzeuge und Besucher getrennt.
Münzeinwurf wäre technisch möglich, davon raten wir ab: Vandalismus, Leerung, kein Nachweis, wer wann geladen hat. Ansonsten gilt: Was du dir vorstellen kannst, lässt sich in der Regel umsetzen.
So gehen wir vor.
- Bedarf klärenWelches Fahrzeug, welche Fahrleistung, welcher Stellplatz, gibt es eine PV-Anlage.
- Anschluss prüfenWir schauen uns Zählerschrank und Leitungswege an und legen die Leistung fest.
- AngebotWallbox, Leitung, Absicherung und Anmeldung in einem Festpreis.
- AnmeldungWir melden die Ladeeinrichtung beim Netzbetreiber an beziehungsweise holen die Genehmigung ein.
- Installation und EinweisungAnschluss, Prüfung, Einrichtung des Überschussladens, Übergabe.
Wie lange das dauert: Eine normale Wallbox-Installation ist meist an einem Tag erledigt. Anschluss und Einrichtung gehen schnell. Die Zeit steckt in der Leitung: wie lang sie ist, wie sie verlegt wird und wie sie an ihren Platz kommt.
Welche Wallbox verbauen wir?
Grundsätzlich jedes Fabrikat. Entscheidend ist nicht die Marke, sondern ob das Gerät zu deinem Energiemanagement passt und kann, was du brauchst: Standsäule statt Wandmontage, RFID oder Touch-Bedienung, Abrechenbarkeit pro Nutzer. Danach wählen wir aus, nicht nach Katalogseite.
Aktuelle Favoriten sind die EcoFlow und die Loxone Wallbox: beide, weil sie sich sauber in eine übergeordnete Steuerung einbinden lassen.
Häufige Fragen.
Muss ich meine Wallbox anmelden?
Ja, ab 4,2 kW. Bis 11 kW genügt die Anmeldung, darüber ist eine Genehmigung nötig. Wir übernehmen das.
Darf ich die Wallbox selbst anschließen?
Nein. Der Anschluss muss durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Sonst kann im Schadensfall der Versicherungsschutz entfallen.
Was kostet eine Wallbox mit Installation?
Das Gerät selbst liegt bei 600 bis 900 €. Die Installation kostet je nach Gegebenheiten 1.000 bis 1.500 €, inklusive Anmeldung beim Netzbetreiber. Der Unterschied entsteht fast ausschließlich durch die Leitung: Länge, Verlegeart und was dabei im Weg ist.
Eine bidirektionale Wallbox kostet komplett mit Installation knapp 4.500 €. Planbar sind diese Geräte seit einigen Monaten, lieferbar ab September 2026. Mehr dazu hier.
Alle Preise inkl. MwSt. und ohne Gewähr. Das konkrete Angebot rechnen wir für deinen Anschluss.
Gibt es eine Förderung für Privathaushalte?
Reine Wallbox-Zuschüsse für Private gibt es nicht mehr. Dafür greifen mehrere andere Hebel, wenn die Wallbox zusammen mit einer Photovoltaikanlage kommt:
- 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen auf Wohngebäuden inklusive Speicher nach § 12 Abs. 3 UStG. Bei einer 15-kWp-Anlage mit Speicher sind das 2.900 bis 3.500 €. Wichtig: Das gilt für die PV-Anlage, nicht für eine einzeln installierte Wallbox.
- KfW-Kredit 270 für Photovoltaik, Speicher, Wechselrichter, Netzanschluss und Wallbox.
- EEG-Vergütung von rund 7,8 ct/kWh über 20 Jahre für den eingespeisten Strom.
- Netzentgeltrabatt nach §14a EnWG: was das konkret bringt.
Bidirektionales Laden ist seit dem 1. Januar 2026 von den Netzentgelten befreit.
Gibt es eine Förderung für landwirtschaftliche Betriebe?
Ja, über das Bundesprogramm Energieeffizienz in der Landwirtschaft, seit Oktober 2025 beim Projektträger FNR. Gefördert werden bis zu 50 % für Photovoltaik zum weitgehenden Eigenverbrauch inklusive Speicher. Zwei Bedingungen: Anlagen mit EEG-Vergütung sind ausgeschlossen, und die Anlage darf im Mittel nicht mehr produzieren, als der Betrieb verbraucht.
Seit dem 4. März 2026 gilt eine Antragspause, weil die Mittel ausgeschöpft sind. Der letzte Call war binnen weniger Monate überzeichnet. Genau deshalb lohnt es sich, jetzt vorzuarbeiten: Wir erstellen das CO₂-Einsparkonzept, damit du beim nächsten Call am ersten Tag einreichen kannst.
Und für Gewerbe oder Mehrfamilienhäuser?
Seit April 2026 gibt es ein Bundesprogramm für Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern mit bis zu 45.000 € je Standort.
Wir versprechen keine Zuschüsse. Programme ändern sich zu schnell. Was wir zusagen: Wir prüfen für jedes Projekt die aktuelle Förderlage und bereiten die Anträge fristgerecht vor.
Lädt die Wallbox auch nachts günstiger?
Mit einem dynamischen Stromtarif und passender Steuerung ja. Die Automatik lädt dann, wenn Strom an der Börse billig ist. Sinnvoll ist das vor allem in Kombination mit Photovoltaik und Speicher.
Was passiert, wenn Auto und Wärmepumpe gleichzeitig laufen?
Ohne Steuerung fällt im schlechtesten Fall die Sicherung. Mit Lastmanagement wird die Leistung verteilt, sodass der Hausanschluss reicht.
Sprechen wir über deinen Stellplatz.
Sag uns, welches Fahrzeug du fährst und wo der Wagen steht. Wir schauen uns den Anschluss an und sagen dir, was möglich ist.
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