Photovoltaik · Speicher

Energiespeicher: Sonnenstrom auch abends nutzen.

Wir rechnen aus, welcher Speicher zu deinem Verbrauch passt, statt einfach den größten zu verkaufen.

Monteur von Heye-Enneking schließt im Hausanschlussraum einen Batteriespeicher mit Wechselrichter an

Strom vom eigenen Dach ist am wertvollsten, wenn du ihn selbst nutzt. Auch abends. Wir rechnen aus, welcher Speicher zu deinem Verbrauch passt, statt einfach den größten zu verkaufen.

Warum wir bei 10 kWh anfangen.

Wir starten bewusst bei 10 kWh, weil sich kleinere Speicher je nach Situation wirtschaftlich weniger interessant darstellen. Vor ein paar Jahren galt: Speicher knapp dimensionieren, jede Kilowattstunde ist teuer. Diese Rechnung ist überholt. Die Preise pro Kilowattstunde sind stark gefallen. Der Aufpreis von 5 auf 10 kWh ist heute überschaubar, während der Nutzen wächst.

Denn der Stromverbrauch im Haus steigt: Eine Wärmepumpe zieht gerade abends und nachts Strom, genau dann, wenn der Speicher liefert. Mit dynamischen Stromtarifen kommt ein zweiter Hebel dazu: Der Speicher lädt nicht nur Sonnenstrom, sondern auch nachts, wenn Netzstrom günstig ist. Dafür braucht er Kapazität. Und wer bei Netzausfall mit Ersatzstrom durch die Nacht kommen will, kommt mit einem Kleinspeicher nicht weit.

Deshalb starten wir bei 10 kWh und rechnen jede Anlage individuell durch: Lastprofil, geplante Anschaffungen, Ersatzstrombedarf. Nicht der größte Speicher gewinnt, sondern der, der in fünf Jahren noch passt.

Was ein Hausspeicher nicht leistet: das E-Auto laden.

Ein Argument, das in Verkaufsgesprächen regelmäßig fällt und das wir nicht mittragen: „Nimm den größeren Speicher, dann lädst du damit auch dein Auto." Rechnerisch geht das nicht auf. Eine Fahrzeugbatterie fasst mit 60 bis 80 kWh ein Vielfaches eines Hausspeichers, und der Speicher gibt seine Energie nicht in der Leistung ab, die eine Wallbox sinnvoll nutzt. Dazu kommt: Jede Umladung kostet Wandlungsverluste, erst in den Speicher hinein, dann wieder heraus.

Der Speicher ist für den Haushalt da: Licht, Kühlschrank, Waschmaschine, Wärmepumpe über Nacht. Das Auto lädt sinnvollerweise direkt mit Überschuss aus der Anlage, während die Sonne scheint. Wie Überschussladen funktioniert.

Notstrom, Ersatzstrom light, Ersatzstrom: Was ist was?

Diese drei Begriffe werden ständig verwechselt, und der Unterschied entscheidet darüber, ob bei Stromausfall dein Haus weiterläuft oder nur eine Steckdose am Wechselrichter.

Dazu kommt der Schwarzstart: Die Anlage kann bei leerem Speicher und ausgefallenem Netz mit der ersten Sonne wieder anlaufen. Wer echte Versorgungssicherheit will, braucht Ersatzstrom mit Schwarzstartfähigkeit. Die Netztrennung muss dabei allpolig erfolgen, entweder über eine Umschalteinrichtung im Zählerschrank oder, bei einigen Wechselrichtern, direkt im Gerät.

Was Ersatzstrom kostet.

Wir setzen Ersatzstrom dreiphasig um, damit auch alles weiterläuft, was Drehstrom braucht: Herd, Wärmepumpe, Werkstatt.

Rechne mit rund 1.000 € Mehrkosten. Der größere Teil davon ist nicht Material, sondern Arbeit: Der Zählerschrank muss aufgetrennt werden, und zwischen Wechselrichter und Zählerschrank braucht es kräftigere Leitungen. Wie hoch der Aufwand ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie weit die beiden auseinanderliegen. Deshalb schauen wir uns das vor dem Angebot an.

Ersatzstrom braucht eine allpolige Netztrennung: Die Umschalteinrichtung im Zählerschrank oder der Wechselrichter selbst trennt das Haus vom Netz, bevor ein eigenes Netz aufgebaut wird.

Neu seit 2026: Der Speicher denkt mit dem Strompreis.

Klassisch lädt ein Speicher nur PV-Überschuss. Mit dynamischen Stromtarifen kommt eine zweite Logik dazu: In windstarken Nächten kostet Netzstrom teils unter 25 Cent, tagsüber im Winter über 37 Cent. Ein intelligent gesteuerter Speicher lädt dann auch nachts günstig aus dem Netz.

Voraussetzung sind ein Smart Meter und ein Energiemanagement, das Erzeugungsprognose und Börsenpreise verrechnet. Genau das setzen wir um. Wie dynamische Tarife und EMS zusammenspielen.

Technik-Standard heute: LFP.

Moderne Heimspeicher setzen auf Lithium-Eisenphosphat (LFP): über 6.000 Vollzyklen, thermisch deutlich stabiler als ältere Zellchemien, kein Kobalt. Bei täglicher Zyklisierung entspricht das über 15 Jahren Nutzungsdauer.

Wichtig zu wissen: Jeder Speicher muss im Marktstammdatenregister eingetragen werden. Das übernehmen wir bei der Inbetriebnahme mit.

Was wir verbauen.

Grundsätzlich lässt sich jeder Speicher einbinden. Wir sind an keinen Hersteller gebunden. In der Praxis greifen wir meist zu einer von zwei Bauformen:

Im Privatbereich beginnen wir bei 10 kWh; nach oben haben wir praktisch jede Größe schon gebaut. Für Gewerbe und Industrie planen wir ebenfalls. Technisch ist das kein anderes Thema, nur der Netzanschluss ist eine Nummer größer. Ein umgesetztes Industrieprojekt haben wir bislang nicht, und das sagen wir lieber, als es zu verschweigen.

Welcher Speicher passt zu deinem Verbrauch?

Im Konfigurator kannst du Anlagengröße und Speicher gegeneinander abwägen und siehst sofort, wie sich Eigenverbrauch und Amortisation verändern.

Was wir für dich übernehmen.

Sprechen wir über deinen Verbrauch.

Schick uns deine letzte Jahresabrechnung. Daraus sehen wir, welche Speichergröße bei dir wirtschaftlich ist und welche nicht.

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